Welches Gruppenwahl-Plugin für welchen Zweck?

Gruppen können genutzt werden, um die Teilnehmenden des Kurses zu unterteilen und so beispielsweise Aktivitäten wie Foren, Wikis etc. gruppenabhängig zu gestalten. Zur Gruppenerstellung und -einteilung gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Folgende Übersicht soll bei der Entscheidung helfen, welche Methode sich am ehesten für welches Vorhaben eignet:

Moodle-Core Gruppenverwaltung Gruppenwahl Gerechte Verteilung Freie Gruppeneinteilung
Funktionalität Standardfunktion zur Erstellung und Verwaltung von Gruppen und Zuweisung von Teilnehmenden.
Weitere Infos: Gruppen nutzen
Teilnehmende können aus von den Lehrenden zuvor definierten Gruppen wählen. Die Zuteilung läuft nach dem „Windhundverfahren“. Weitere Infos: Gruppen nutzen, Abschnitt „Gruppenwahl“ Teilnehmende haben die Wahl aus vorher festgelegten Gruppen und geben Präferenzen dafür an. Die automatische Gruppenzuweisung wird anhand bestimmter Kriterien, wie z.B. Prioritäten, durchgeführt.
Weitere Infos: Aktivität Gerechte Verteilung
Teilnehmende teilen sich selbständig in Gruppen ein. Lehrende geben lediglich die Rahmenbedingungen, wie z.B. maximale Gruppengröße, vor.
Weitere Infos: Aktivität Freie Gruppeneinteilung
Anwendungsfälle Lehrende möchten die volle Kontrolle über die Gruppenaufteilung haben und Teilnehmende selbst zuweisen. Lehrende möchten verschiedene Gruppen bereitstellen, aus denen die Teilnehmenden die für sich passendste(n) wählen können. Wenn eine gleichmäßige und faire Gruppenverteilung nach bestimmten Kriterien gewünscht ist. Teilnehmende sollen eigenständig ihre Gruppen (mit Wunschpartnern) wählen, z.B. für Projekte oder Gruppenarbeiten.
Vorteile (+) Volle Kontrolle über Gruppeneinteilung und Möglichkeit der direkten Zuordnung
(+) Teilnehmende können auch autom. zugeordnet werden mittels Kriterien
(+) Geringerer manueller Aufwand
(+) Wahlmöglichkeit für die Teilnehmenden mit fest definierten Gruppen
(+) Reduziert organisatorischen Aufwand
(+) Ausgeglichene Gruppenbildung
(+) Hohe Flexibilität und Eigenständigkeit für Teilnehmende
Nachteile (-) Höherer manueller Aufwand
(-) Keine Wahlmöglichkeiten für Teilnehmende
(-) Umgang mit geringer/hoher Nachfrage bei unbeliebten/beliebten Gruppen bzw. Wahlmöglichkeiten
(-) Windhundverfahren wird evtl. nicht von jedem als fair empfunden
(-) Geringere Transparenz/Nachvollziehbarkeit für Teilnehmende
(-) Studierende werden ggf. Gruppen zugeteilt, die sie nicht als Priorität angegeben haben
(-) Teils hohe Komplexität und Einarbeitungsaufwand
(-) Kann zu unausgewogenen Gruppen führen

Gruppierungen als Zusammenfassung von Gruppen

Gruppierungen können als eine Zusammenfassung der Teilnehmenden in höherer Ebene verstanden werden. In eine Gruppierung werden nämlich nicht die Teilnehmenden direkt, sondern Gruppen eingeteilt. Dies ist insbesondere dann nützlich, wenn Sie einzelne Aktivitäten für mehrere Gruppen gleichzeitig freigeben wollen (z.B. alle Gruppen aus Freie Gruppeneinteilung). Beispielsweise würden Sie dann die von Ihnen erstellten Gruppen in einer „Gruppierung 1 (zentral)“ und die von der Aktivität Freie Gruppeneinteilung erstellten Gruppen in einer „Gruppierung 2 (selbstorganisiert)“ zusammenfassen. Anschließend können Sie dann für einzelne Aktivitäten festlegen, dass diese für die Gruppen aus Gruppierung 1 oder Gruppierung 2 nutzbar sind. Weitere Informationen zur Erstellung und Nutzung von Gruppierungen finden Sie im FAQ-Artikel Gruppierungen in Moodle.