PINGO [im Web]

Live-Abstimmsystem mit Formelunterstützung konzipiert für die Hochschullehre

Es gibt für Live-Abstimmungen eine Vielzahl webbasierter Tools auf dem Markt. An der TU Darmstadt ist die Nutzung von PINGO weit verbreitet.

Dies ist ein kostenfreies webbasiertes System, welches von der Universität Paderborn entwickelt wurde und als Service angeboten wird. Im Vergleich zu anderen Tools, wie z.B. Invote oder Mentimeter, ist die Stärke von PINGO, dass Formeln eingebunden werden können sowie ein Im-/Export von Fragen von bzw. nach Moodle möglich ist.

PINGO steht für „peer instruction for very large groups“ und wurde insbesondere für die Verwendung an Hochschulen entwickelt. So ist das Tool – wie der Name bereits vermuten lässt – beispielsweise für die Anwendung der didaktischen Methode Peer Instruction geeignet.

Einsatzmöglichkeiten für Live-Abstimmungen
Toolvergleich für Live-Abstimmungen: Mentimeter | Invote | PINGO

Ablauf einer Peer Instruction mit PINGO kennenlernen:

  • Mögliche Fragetypen sind: Single-, Multiple-Choice-Fragen, Freitextfragen und numerische Schätzfragen.
  • Formelunterstützung ist möglich, jedoch keine Integration von Bildern im Fragentext
  • Der Import und Export von Fragen in gängigen Formaten, wie Moodle XML oder CSV, wird unterstützt.
  • Die Abstimmungsfragen werden in einem Fragenkatalog („Umfrageplanung“) verwaltet. Dabei ist die Nutzung von Schlagwörtern empfehlenswert.
  • Um eine Abstimmung zu starten, muss diese einer „Session“ zugeordnet werden.
    Dies passiert immer live. Mit der Zuweisung startet sofort die Live-Abfrage.
    D.h. eine Session lässt sich nicht in dem Sinne vorbereiten, dass dieser vorher alle Fragen zugewiesen werden, die man in der Lehrveranstaltung stellen möchte. Eher wäre die Vorgehensweise so, dass man für die gewünschten Fragen in der Vorbereitung ein einschlägiges Schlagwort vergibt. Und in der Live-Situation anhand des Schlagworts die passende Frage aus dem Katalog starten kann, indem man diese der Session zuweist.
  • Eine Session besitzt einen festen Zahlenzugangscode bzw. QR-Code, so dass eine Session das ganze Semester in einer Lehrveranstaltung genutzt werden kann. Vorteil daran ist, dass den Studierenden nicht bei jeder Abstimmung ein neuer Zugangscode mitgeteilt werden muss.
  • Die „Schnellstart“-Funktion ermöglicht es auch ohne vorbereitete Frage spontan eine Abstimmung durchzuführen.
  • Zugang zur Abstimmung ist entweder per Zahlenzugangscode oder per QR-Code möglich.
  • Innerhalb einer Session kann eine Live-Abfrage mehrfach durchgeführt und die Ergebnisse der unterschiedlichen Durchläufe miteinander verglichen werden.
  • Die Abstimmungsergebnisse können als Diagramm, Histogramm, tabellarisch oder als Tag-Cloud (bei Freitextfragen) angezeigt werden.
  • Sowohl die Ergebnisgrafiken also auch die Ergebnisdaten können exportiert werden (als Bild bzw. CSV).
  • Eine Freigabe von Fragen und Sessions an andere Nutzer_innen ist möglich, so dass diese im Kollegenkreis gemeinsam verwendet werden können.
  • Mit der PINGO Remote Steuerung ist es möglich Live-Abstimmungen zu starten und die Ergebnisse anzuzeigen ohne aus der Vortragspräsentation „raus“ und in den Browser „hinein“ gehen zu müssen. Es handelt sich dabei um eine kleine Anwendung, die auf den Präsentationsrechner heruntergeladen werden muss und in einem Fenster im Vordergrund läuft.

PINGO ist ein webbasiertes kostenfreies Tool von der Universität Paderborn. Eine kostenlose Registrierung ist auf der PINGO-Website möglich.

Für die Teilnahme an einer PINGO-Abstimmung gehen die Studierenden einfach auf die URL https://pingo.coactum.de/ und geben den Zahlenzugangscode der Abstimmung ein. Oder sie gelangen per QR-Code direkt zur Abstimmung.

Dieses Tool stellt eine Anregung dar, um den digitalen Arbeitsalltag in Lehre und Studium zu erleichtern. Es ist frei im Web verfügbar und kann (mindestens in einer Basisversion) kostenfrei verwendet werden. Da es nicht zentral von der TU Darmstadt zur Verfügung gestellt wird, weisen wir darauf hin, dass datenschutzrechtlich eine eigenverantwortliche Prüfung vorzunehmen ist. Im Zweifel fragen Sie bitte bei den Kolleg_innen aus dem Bereich Datenschutz nach.