Didaktik & Szenarien

Hybride Lehre

In hybriden Lehrsettings nimmt ein Teil der Studierenden in Präsenz vor Ort an der Universität, der andere Teil der Studierenden online (z.B. von zu Hause) an der jeweiligen Lehrveranstaltung teil. Je nach Charakter der Lehrveranstaltung sind unterschiedliche Szenarien hierbei geeignet. Die Online-Teilnahme kann synchron oder asynchron stattfinden. Online- und Präsenz-Teilnahme sind gegebenenfalls im Wechsel organisiert.

Beachten Sie die Regelungen zur jeweiligen Pandemielage an der TU Darmstadt

Die folgenden Darstellungen sind als Anregungen für die Gestaltung von hybriden Lehrsettings zu verstehen. Die Durchführung hängt von den jeweils aktuellen Regelungen an der TU Darmstadt ab. Bitte informieren Sie sich hierzu eingehend auf den zentralen TU-Webseiten:
Informationen für Lehrende | Informationen für Studierende

Synchron organisierte Online-Teilnahme:

D.h. die online-teilnehmenden Studierenden nehmen gleichzeitig mit den vor Ort in Präsenz teilnehmenden Studierenden am Lehrveranstaltungstermin teil.

Asynchron organisierte Online-Teilnahme:

D.h. die online-teilnehmenden Studierenden partizipieren nicht an dem vor Ort stattfindenden Lehrveranstaltungstermin, sondern bearbeiten zeitlich flexibel Online-Aufgaben.

Anregungen wie Sie dies für Ihre Lehrveranstaltung gestalten könnten:

  • Prof. Dr. Jürgen Handke (Philips-Universität Marburg) stellt hierzu folgendes Lehrveranstaltungskonzept vor: Flipped Classroom mit 2-Kohortenlösung
    • Präsenzteilnahme vor Ort und selbständige Online-Bearbeitung von Inhalten findet in regelmäßigem Wechsel statt
    • bei Präsenzterminen ist hier keine Technik notwendig und ein hoher Interaktionsgrad möglich
    • die Online-Phasen dienen der Vorbereitung der Präsenztermine
    • die Anteile von Online- und Präsenzteilnahme sind für beide Kohorten gleich
  • Am KIT (Karlsruher Institut für Technologie) finden Sie ein ganz ähnliches Konzept beschrieben:Blended Learning im Wechselphasen-Modell

Tipps, damit Hybride Lehre gelingen kann

Die folgenden Tipps gelten ganz generell für Hybride Lehre.

Für das jeweilige Szenario A (eher präsentierend) und Szenario B (stärker interaktiv) haben wir nochmal ganz konkret Ergänzende Hinweise sowie Didaktische Überlegungen für Sie zusammengestellt.

Gut überlegt:

Hybride Lehrsettings sind aufwendiger, so dass vor der Entscheidung für die Durchführung eines entsprechenden Szenarios die konkreten Ziele und Mehrwerte für dieses bestimmt werden sollten.

Ebenso muss die Organisation, Didaktik und Technische Umsetzung gut durchdacht sein in Abhängigkeit von der Art und Größe der Lehrveranstaltung sowie der Beschaffenheit des Raumes vor Ort.

  • Sind anhand von Teilnehmeranzahl und Größe des Raumes bspw. überhaupt wechselnde Kohorten möglich?
  • Welche Technik ist vor Ort vorhanden bzw. muss ausgeliehen oder angeschafft werden?
  • Muss Technikaufbau- und -abbauzeit im Raum eingeplant werden?
  • Gibt es eine Assistenz oder studentische Hilfskräfte, die unterstützen können? usw.

Chancengleichheit:

In der Gestaltung hybrider Lehrsettings besteht die Herausforderung, dass den Studierenden, die nicht vor Ort sein können und online teilnehmen, kein Nachteil entstehen darf.

  • Bspw. sollten Sie darauf achten, dass Sie als Lehrperson sowie alle Präsentationsmaterialien für ALLE Studierenden gut sichtbar sind (vor Ort: wie gewohnt z.B. per Beamer | online: per Videoübertragung).
  • Auch sollten in der Präsenz keine Aktivitäten stattfinden, bei denen die Online-Studierenden nicht partizipieren können.
  • Es sollte versucht werden zu organisieren, dass alle Studierenden, die es möchten, mindestens einmal vor Ort anwesend sein können (Rotationsprinzip).

Transparenz herstellen:

Erklären Sie vorher gut wie das Szenario abläuft und welche Vor-/ Nachteile jeweils für die Präsenz-/ Online-Studierenden dabei bestehen. So wissen die Studierenden, was auf sie zukommt.

  • Klare Struktur und Kommunikation: Wie findet wo was wann worüber statt?
  • Welche Tools werden genutzt? Brauchen auch die Präsenzstudierenden vor Ort Laptop oder Tablet?
  • Wie sehen die „Spielregeln“ aus? (z.B. bei eigenen Wortbeiträgen Nutzung von Mikrofon und Kamera für die Online-Studierenden?)

Sicherheit im Umgang mit der Technik schaffen:

Das Szenario sollte im Vorfeld unter Beachtung der räumlichen Gegebenheiten (Verfügbarkeit von LAN-Anschlüssen bzw. WLAN-Qualität/Stabilität, Mikrofonausstattung etc.) geprobt werden.

Versuchen Sie einen Plan B parat zu haben, um Ausfälle der Internetverbindung oder andere technische Störungen kompensieren zu können (z.B. Aufzeichnung der Lehrveranstaltung; Selbstlernmaterialien; eine Assistenz, die Sie auf Störungen in der Übertragung aufmerksam macht und im Bedarfsfall unterstützen kann)

Unterstützung:

Es ist sehr herausfordernd die vor Ort anwesenden Studierenden und die online teilnehmenden Studierenden gleichzeitig im Blick zu behalten. Eine Assistenz ist daher empfehlenswert!

Je komplexer das technische Setting vor Ort im Raum ist umso empfehlenswerter ist auch hierbei eine Unterstützung zu haben (entweder eine weitere studentische Hilfskraft oder ggf. kann die mit betreuende Assistenz dies noch übernehmen).

Zumindest für die ersten Male bis eine gewisse Routine eintritt, sollte in jedem Fall eine Unterstützung eingeplant sein!