Bildschirmaufzeichnungen (Screencasts)

Bei einem Screencast wird das, was auf einem Bildschirm bzw. Stift-Tablet gezeigt wird sowie der dazu gesprochene Ton aufgezeichnet. Optional wird zusätzlich die sprechende Person per Video aufgenommen. Screencasts sind relativ einfach herstellbar und können somit von Lehrenden gut selbst erstellt werden.

Screencasts selbst erstellen. Ausstattung, Möglichkeiten und praktische Tipps

Handreichung von Anja Wipper von der TU Berlin (2016, Lizenz CC: by-nc 4.0)

Screencasts bieten sich an bei …

  • folienbasierten Vorträgen / Lehr-Inputs (klassische Vorlesungsaufzeichnungen, Lehrvideos für die Online-Lehre)
  • Tutorials, bei denen Bildschirmanwendungen (z.B. Programme) gezeigt und erklärt werden
  • Inhalten, die handschriftlich auf einer Tablet-Oberfläche entwickelt und dabei erklärt werden (z.B. Skizzen, Rechnungen)

Tipps zur didaktischen Aufbereitung und Einbettung in die Lernumgebung

Weitere Screencast-Software

Für einfache Aufzeichnungen geeignet ohne Bedarf für aufwendigere Nachbearbeitung.

  • einfaches Aufnahme-Programm mit geringen Nachbearbeitungsmöglichkeiten (Trimmen von Videos mit Snagit)
  • geeignet für einfache Screencasts ohne weiteres Videobild
  • Software-Produkt der Firma „TechSmith“ (genauso wie Camtasia)

Tutorial-Seite zu Snagit
Kurzer Screencast zur Anwendung von Snagit (3:14 min) erstellt von der E-Learning Arbeitsgruppe

Wenn Sie Lizenzbedarf für Snagit haben, so nehmen Sie kurz Kontakt mit dem Aufzeichnungsteam auf:

https://studio.opencast.org/

  • Browserbasiertes Aufnahmeprogramm, d.h. keine Installation von Software notwendig
  • Aufnahme von Bildschirm und/ oder Webcam möglich
  • keine Nachbearbeitungsmöglichkeiten
  • Download der Bildschirmaufzeichnung und Webcam als separate MKV-Dateien (Google Chrome) oder WebM-Videodateien (Firefox) > ggf. Konvertierung nötig (z.B. mit Handbrake – Konvertierungstool)

Geeignet auch für Aufgaben von Studierenden (wenn diese ein Video erstellen sollen)

  • Systemeigene Funktion von Apple-Geräten zum Aufzeichnen des Bildschirms ohne Nachbearbeitungsmöglichkeiten (Abhilfe schafft hier iMovie als Bearbeitungsprogramm)
  • Speicherung der Aufnahme als MP4-Datei

Anleitung zur Aufnahme des Mac-Bildschirms
Anleitung zur Bildschirmaufnahme auf iPhone, iPad, iPod touch

PowerPoint bietet zwei Möglichkeiten Präsentationen aufzuzeichnen:

  • PowerPoint-Folien mit Audiokommentaren versehen (Funktion „Bildschirmpräsentation aufzeichnen“)
  • Bildschirmaufzeichnungen erstellen (Funktion „Bildschirmaufzeichnung“), bei denen nicht nur die Folien aufzeichnet werden, sondern wie bei einem Screencast üblich alle Anwendungen, die auf dem Bildschirm „laufen“

Anleitungen zu beiden Aufzeichnungsmöglichkeiten in PowerPoint von der Justus-Liebig Universität Gießen

Bei der Variante mit der Funktion „Bildschirmpräsentation aufzeichnen“ ist folgendes zu beachten:

  • MAC-Nutzer/innen können Format u.U. nicht abspielen
  • Exportieren Sie deshalb die Aufzeichnung im mp4-Format. Dies ist ein universelles Video-Format und kann auf allen Betriebssystemen mit beliebigen Video-Playern abgespielt werden.

Mit dem Webkonferenz-System Zoom, welches für Online-Meetings in der Lehre genutzt wird, können prinzipiell ebenso Bildschirmaufzeichnungen vorgenommen werden.

Wir empfehlen diese Funktion jedoch nur eingeschränkt für die Vorproduktion von Vortragsaufzeichnungen, die Sie im Büro vornehmen und Ihren Studierenden später über die Lernplattform zur Verfügung stellen möchten, aus folgenden Gründen:

  • Videoqualität ggf. nicht ausreichend, wenn die Internetverbindung nicht optimal (Auflösung teilweise nur 360p)
  • hohe Bitrate (1,5 Mbit/sec) – große Datenmengen entstehen
  • schlechte Audioqualität (50 kbit/sec)

Die Aufzeichnungsfunktion würden wir nur als Backup einer Live-Sitzung empfehlen, wenn Studierende aus technischen oder organisatorischen Gründen nicht am Online-Meeting teilnehmen können.
Hinweis: Hierfür muss das Einverständnis aller Teilnehmenden eingeholt werden!

Tipp: Kombinierte Nutzung der Software-Produkte

  • Wenn Sie Lehrveranstaltungen mit unterschiedlichen Geräten aufzeichnen wollen bzw. mehrere Personen beteiligt sind, bietet sich eine kombinierte Nutzung einer Screencast-Software für die reine Aufzeichnung (z.B. Snagit, OpenCast Studio) und Camtasia für die Nachbearbeitung und finale Produktion an.
  • Für handschriftliche Notizen auf dem Tablet bietet sich das kostenlose Programm SmoothDraw (SmoothDraw-Videotutorial – 1:52 min) an oder auch „OneNote“ (wenn Sie das MS Office Paket nutzen). Sie können für die Aufzeichnung dazu parallel eins der Screencast-Programme (Snagit, OpenCast Studio oder Camtasia) laufen lassen.

Benötigte Technik

  • Rechner: abhängig davon, was mit welchem Tool aufgezeichnet werden soll und ob zusätzlich ein Videobild aufgenommen wird
    • generell ist für die reine Folienaufnahme nahezu jeder Rechner/ Laptop möglich
    • bei der Screencast-Software Camtasia (rechenintensives Programm) sollten die Systemvoraussetzungen des Herstellers beachtet werden
  • Audio-Setup: USB-Mikrofon (z.B. Blue Yeti Studio Blackout), alternativ: USB-Headset (z.B. Logitech H340)
  • optional USB-Webcam (z.B. Logitech C930e)

  • Falls sie handschriftliche Notizen erstellen möchten und keinen Tablet-PC haben, so können Sie ihren PC/ Laptop mit einem Stift-Tablet (z.B. Wacom Intuos Pro M) per Bluetooth in einen Tablet-PC verwandeln.
  • Nutzen Sie auch die Mediengeräteausleihe an den HRZ-Servicetheken. Alternativ kann Technik über den HRZ IT-Shop kurzfristig erworben werden.
  • Eine Übersicht über die Anforderungen an die Aufzeichnungstechnik wie sie vom Aufzeichnungsteam bei Vorlesungsaufzeichnungen genutzt wird, finden Sie im Moodle-Kurs „Videos in der Lehre“
USB-Headset, -Mikrofon, -Webcam und Tablet-PC

Hilfe und Angebote

Support und Unterstützung durch das Aufzeichnungsteam:

Wir bieten auch Anfangsbetreuung bei Vorlesungsaufzeichnungen im Hörsaal, wenn Sie diese in Eigenregie erstellen bzw. von ihren studentischen Hilfskräften durchführen lassen.