Lernplattform Moodle nutzen

Die Lernplattform Moodle kann bei der Lehrorganisation unterstützen und bietet Möglichkeiten für die Inhaltsvermittlung, für die Durchführung von Lernaktivitäten sowie die Betreuung der Studierenden. All dies kann zeitlich flexibel (asynchron) stattfinden. Einsatzmöglichkeiten, die typischerweise bisher begleitend zur klassischen Präsenzlehre angeboten wurden, haben durch die coronabedingte Online-Lehre an Bedeutung gewonnen und können zur Gestaltung asynchroner Online-Lehre genutzt werden.

Überblick zu den Moodle-Einsatzmöglichkeiten sowie Hilfe & Angebote

Moodle als zentrales Medium in der Online-Lehre

In der Online-Lehre stellt Moodle einen zentralen Baustein dar:

Der Moodle-Kurs bietet DEN zentralen, digitalen Lernraum für die Studierenden, in dem sie alles für ihr digitales Studium finden, was sie benötigen.

Der Kurs beinhaltet alle Informationen, Lernmaterialien und idealerweise Möglichkeiten des Übens und der Wissensüberprüfung sowie des Austausches der Studierenden untereinander, als auch mit Ihnen, als Lehrperson.

Moodle-Einsatz begleitend zu synchroner Online-Lehre per Online-Meetings

Wie auch in der klassischen Präsenzlehre üblich kann Moodle eher begleitend zu regelmäßigen Präsenzsitzungen, die per Online-Meeting stattfinden, eingesetzt werden.

Moodle als zentrales Medium in einer zum Großteil asynchron gestalteten Online-Lehre

Ebenso kann über Moodle eine hauptsächlich asynchrone Online-Lehre durchgeführt werden, in der bspw. Aufzeichnungen und Videos zur Inhaltsvermittlung genutzt und auf Moodle bereit gestellt werden sowie Lernaktivitäten und die Kommunikation über Moodle stattfinden. Synchrone Lehrformate, wie Online-Meetings, werden punktuell bei Bedarf eingesetzt – dann wenn ein direkter Austausch hilfreich und notwendig ist.

Gut durchdachte Verzahnung von synchroner und asynchroner Lehre

Egal, ob Sie Ihre Lehrveranstaltung eher asynchron hauptsächlich über Moodle durchführen oder stärker auf die synchrone Lehre per Online-Meetings setzen und Moodle hierzu in geringerem Umfang nutzen, achten Sie auf eine gut durchdachte Verzahnung beider Elemente.

D.h. Inhaltsvermittlung und damit verbundene Lernaktivitäten, die asynchron über die Lernplattform stattfinden, können beispielsweise der Vor- und Nachbereitung von Online-Meetings dienen. Diese wiederum nehmen Bezug darauf, was im Moodle-Kurs stattfindet.

Ebenso kann es hilfreich sein Moodle parallel zu einem Online-Meeting einzusetzen, bspw. der Einsatz eines Etherpads zur Fragensammlung oder Protokollierung während eines Meetings.

Hier finden Sie Tipps wie Sie mit „Moodle-Boardmitteln“ einen Moodle-Kurs in einem hauptsächlich asynchronen Online-Lehrsetting gestalten und betreuen können. Folgende Bausteine sind hierbei wichtig.

Falls Sie Einsteiger_in in der Moodle-Nutzung sind, empfehlen wir vorab die Basics für Moodle-Einsteiger_innen. Darüber hinaus ist die Orientierung an den „Do's & Dont's für die Online Lehre“ hilfreich (Original von Alison Yang, übersetzt von Manuel Garzi).

Treffen Sie eine bewusste Entscheidung wie die Themenabschnitte in Ihrem Kurs strukturiert und dargestellt werden sollen und nehmen Sie die entsprechenden Einstellungen vor:

Moodle-FAQ: Kursformate
Moodle-FAQ: Darstellungsoptionen

Tipp: Um, wie aus der klassischen Präsenzlehre gewohnt, eine gewisse zeitliche Taktung abzubilden, könnten Sie die Lerninhalte wöchentlich freischalten. Verbunden mit zeitlich verabredeten Aktivitäten (z.B. im Etherpad) oder Deadlines (z.B. Einreichung von Fragen zum Thema X bis zum Tag Y im Forum oder in Nachgefragt) schaffen Sie eine gewisse Verbindlichkeit und mehr Orientierung für die Planung des eigenen Lernprozesses.
Dies ist insbesondere hilfreich, wenn nicht jede Woche eine virtuelle Präsenzlehrveranstaltung per Online-Meeting stattfindet.

Tipp für die Rechtliche Sensibilisierung der Studierenden zur Nutzung der Lernmaterialien: Sie können hierfür bspw. eine Einverständniserklärung für Studierende mit Hilfe der Funktion „Abschlussverfolgung“ einrichten.

relativ einfach umsetzbar

  • Stellen Sie Ihren Studierenden Leitfragen zum Lernmaterial zur Verfügung – zur Selbstüberprüfung, welche Fragen sie nach dem Durcharbeiten des Materials beantworten können sollten
  • Stellen Sie Ihren Studierenden Übungsaufgaben zur Verfügung (auch ganz einfach als PDF möglich). Die Bereitstellung von zugehörigen Musterlösungen könnten Sie an „Voraussetzungen“ koppeln (Einstellungsbereich in Moodle, der für jede Aktivität und jedes Material zur Verfügung steht).
  • Geben Sie bezugnehmend auf ein Lernmaterial eine Frage ins Forum rein, zu der die Studierenden per Antwortbeitrag im Forum Stellung beziehen sollen (hierbei könnte die Forumseinstellung sinnvoll sein, dass man die Beiträge der Anderen erst sieht, wenn man selbst einen erstellt hat)
    Blogbeitrag aus der Lehrpraxis: Einsatz von Moodle bei Lektüreaufgaben

aufwendiger umzusetzen (je nach Vorkenntnissen)

Durch eine geschickte Kombination interaktionsfördernder Aktivitäten, die Sie sowohl asynchron in Moodle also auch synchron in Online-Meetings durchführen, können Sie für mehr soziale Eingebundenheit für Ihre Studierenden sorgen. – Sich zu beteiligen und Rückmeldungen zu geben sowie kooperativ Aufgabenstellungen zu bearbeiten fällt leichter.

Ideen um die Interaktion in der Online-Lehre zu fördern

Bild: E-Learning Arbeitsgruppe

Erfahrungen aus der Praxis

Auf dem E-Learning Blog gibt es regelmäßig Tipps sowie Beispiele aus der Lehrpraxis zum Einsatz von Moodle an der TU Darmstadt. In der derzeitigen Blogbeitragsreihe "Blitzlichter digitaler Lehre" berichten einige Lehrende von ihrem teils neuen und kreativen Moodle-Einsatz in der aktuell coronabedingten Online-Lehre.

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